Am 14.02. halte ich anlässlich der Richtertagung an der Richterakademie von Berlin und Brandenburg vor ca. 120 Richtern und Richterinnen diesen Vortrag:
"Effektivierung der eigenen Tätigkeit".
Schwerpunkt darin wird sein, wie die immense Vorarbeit (schriftliche Informationen in Gerichtsakten und Gesetzestexten sichten, selektieren, speichern und wieder abrufen) bewältigt werden kann.
Beim Lesen detailreicher Texte bringt das Gehirn Höchstleistung
Aus Forschungen ( z.B. J. Holler, M. Spitzer, u.a. ) zur Aufnahmeleistung des Gehirns bei den verschiedenen geistigen Tätigkeiten wissen wir, dass Lesen eine der anstrengendsten Tätigkeiten ist, um an qualifizierte Informationen zu kommen. Lesen hat mit Dechiffrieren von zuvor chiffrierter Information zu tun. Diese dann wieder einzuordnen unter das Ziel der eigenen Lesetätigkeit. Schließlich müssen wir die gewonnenen Details mit bereits vorhandenen eigenen Informationen vernetzen. Und dabei im Auge behalten, aus diesen neu gewonnenen Elementen die richtigen Schlüsse zu ziehen. Alles das sind Schritte, die in Windeseile bewältigt werden wollen.
Lesen ist also eine hochkomplexe Tätigkeit, die höchste Konzentration erfordert. Macht man diese Arbeit dann ca. 8-9 Stunden am Tag, kann unser Denkorgan schon mal an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit stoßen. Wenn wir seine Arbeitsweise nicht beachten. Um diese Arbeitsweise geht es beim Vortrag.
Wo sind nun die Steine im Fluss, um nicht unterzugehen? Welche Ansätze zeigen die größte Wirksamkeit?

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